Kuma

Kuma erzählt eindringlich von der jungen Ayse, die voller Hoffnung heiratet und nach Wien zieht – nur um zu erkennen, dass sie nicht als Ehefrau ihres gleichaltrigen Mannes, sondern als Zweitfrau des Familienvaters bestimmt ist, was ein intensives Drama über Tradition, Macht und weibliche Selbstbestimmung entfacht.

Kuma erzählt die Geschichte von zwei Frauen: Fatma ist um die 50, eine Hausfrau mit sechs Kindern. Sie lebt in Wien, ist aber in der Türkei aufgewachsen und hält hartnäckig an den Traditionen und Werten der alten Heimat fest. Ayse ist 19 Jahre alt, und der Film beginnt mit ihrer Hochzeit in der ländlichen Türkei, mit Fatmas Sohn Hasan, 21. Doch als die Familie Ayse nach Wien mitnimmt, entpuppt sich dies als Scharade... denn Ayse soll die Kuma (Zweitfrau) von Fatmas Ehemann Mustafa, 60, werden.

Wir erfahren nun, dass Fatma selbst diesen Schritt veranlasst hat, da bei ihr Krebs diagnostiziert wurde und sie um die Zukunft ihrer Familie fürchtet, falls die Behandlung erfolglos bleibt und sie stirbt. Hasan, der auf dem Papier Ayses Ehemann ist, geht ihr nun aus dem Weg, Fatmas zwei ältere Töchter - Kezvan und Nurcan - behandeln sie mit Verachtung, und die beiden jüngeren Kinder wissen kaum, wie sie auf Ayses Anwesenheit reagieren sollen. Doch Ayse erfüllt ihre Rolle mit Taktgefühl und Entschlossenheit und kümmert sich um die Familie, während Fatma sich einer Chemotherapie unterzieht. Beide Frauen freuen sich, als Ayse schwanger wird, und das Baby bringt die Versöhnung mit Nurcan. Allmählich kommen sich die beiden jungen Frauen näher.

Dann erleidet die Familie einen schweren Schicksalsschlag, der sie auch noch in Geldnot bringt, und Ayse muss den Schutz der Wohnung verlassen und in die Welt hinausgehen. Sie nimmt einen Job in einem nahe gelegenen türkischen Supermarkt an und lässt sich bald auf eine sexuelle Beziehung mit Osman ein, der dort arbeitet und sie seit ihrer Ankunft in Wien anhimmelt. Ayse fühlt sich in dieser Situation unwohl, doch bevor sie die Beziehung beenden kann, werden sie und Osman auf frischer Tat ertappt - und Fatma, die sich zutiefst verletzt und verraten fühlt, muss feststellen, dass ihre Scheinwelt um sie herum zusammenbricht.

Trailer
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Info

Projekt

Ficiton

Produktion

Wega-Filmproduktionsgesellschaft G.m.b.H

Länge

93 min

Senderbeteiligung

Gefördert von

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Credits

Drehbuch: Umut Dağ, Petra Ladinigg

Regie: Umut Dağ

Kamera: Carsten Thiele

Schnitt: Claudia Linzer

Ton: Sergey Martynyuk

Produzenten: Veit Heiduschka, Michael Katz

Kostüm: Cinzia Cioffi

Ausstattung: Katrin Huber

Darsteller:innen: Nihal Koldaş (Fatma), Begüm Akkaya (Ayse), Vedat Erincin (Mustafa), Murathan Muslu (Hasan)

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